U12 beim Danone-Cup in Vallendar

Zwanzig U12-Mannschaften trafen sind auf der Anlage des SC Grün-Weiß Vallendar um einen Sieger auszuspielen, der dann wiederum deutschlandweit beim Final-Turnier in München ermittelt wird. Es wurde in 4 Gruppen à 5 Mannschaften gespielt und bereits beim ersten Blick auf die Gruppenauslosung wurde klar, dass man nicht die einfachste Gruppe erwischt hatte. Tummelten sich in manchen Gruppen eher Mannschaften die sich nach kleineren Ortschaften anhörten, so hatte man es selbst mit Eintracht Trier sowie SC Fortuna Bonn zu tun.

Es war noch früh und kalt als die Binger Jungs zum ersten Spiel antreten mussten. Gegner war Fortuna Bonn, die etwa besser ins Spiel kamen und die ersten Minuten dominierten. Im Spielverlauf übernahm jedoch die Hassia mehr und mehr das Kommando und kam zu sehr guten Torchancen, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. So trennte man sich hier am Ende mit einem torlosen 0-0. Das dies ein schwerwiegender Punktverlust sein würde, war da noch nicht absehbar.

Im nächsten Spiel hatte es man mit dem vermeintlich stärksten Gegner zu tun, der Eintracht aus der Römerstadt Trier. Allerdings ließen die Binger den Trierern kaum eine Möglichkeit zum Durchschnaufen. Waren sie im ersten Spiel noch etwas träge, so brannten sie nun ein kämpferisches und teils auch spielerisches Feuerwerk ab. Eine schöne Kombination führte zum 1-0, ein toller Fernschuss zum 2-0 und auch das 3-0 war eher möglich als ein Anschlusstreffer der Favoriten. So stand es beim Abpfiff der 15 Minuten Spielzeit 2-0 für die Binger, die auf das Ergebnis und die Art und Weise wie dieses zustande kam, mächtig stolz sein konnten.

Um eine realistische Chance auf das Viertelfinale zu haben, war ein Sieg gegen die JSG Zell / Bullay / Bremm Pflicht. In diesem Spiel taten sich die Binger etwas schwerer, nach wenigen Minuten hatten sich die Jungs jedoch gefangen und waren drückend überlegen. Mit dem Toreschießen haperte es jedoch etwas, so dass es am Ende „nur“ 2-0 stand. Ein letztlich verdienter Sieg, der sicherlich auch etwas höher hätte ausfallen können.

Vor dem letzten Spiel gegen den überraschend starken FC Trier 2016 war die Konstellation eindeutig. Mit einem Sieg oder Unentschieden würde man das Viertelfinale erreichen, eine Niederlage würde bedeuten, dass man von den Ergebnissen der Anderen abhängig wäre. Das Spiel gestaltete sich offen, die Binger konnten den auf das 1-0 drängenden Gegner meist vom Tor weghalten und im Laufe der Spielzeit auch öfters eigene Gegenangriffe fahren. Einer davon führte fast zum 1-0, was wahrscheinlich die Entscheidung im Kampf um das Weiterkommen bedeutet hätte. Leider lief man direkt im Anschluss an diese Aktion in einen Konter, der zum 0-1 Rückstand führte. Und nun merkte man, dass den Jungs ein langer Turniertag in den Knochen steckte. Ein richtiges Aufbäumen fand nicht mehr statt, ein Freistoß zum 0-2 besiegelte die Niederlage.

Also war nun Daumendrücken und Mitfiebern angesagt, aber leider gab es bei den folgenden Spielen der Gruppe nicht die erhofften und für ein Weiterkommen nötigen Ergebnisse, so dass Eintracht Trier und der FC Trier als Erst- und Zweitplatzierte ins Viertelfinale einzogen.

Das genau diese beiden Mannschaften nachher im Finale standen und Eintracht Trier den Pokal und den Startplatz in München gewann, war zwar einerseits Beleg für eine tolle Mannschaftsleistung der Binger, entbehrte aber auch nicht einer gewissen Ironie. Nun hatte man den Beleg, dass man definitiv eine richtig schwere Gruppe erwischt hatte und, wie schon bei der Auslosung des heimischen Kreispokals, die Losfee keine Freundin der Jungs zu sein scheint.

Dafür, als einzige Mannschaft den Turniersieger hochverdient geschlagen zu haben, gab es keinen Pokal, aber ein bisschen stolz darf man darauf natürlich sein! Ein Alles in Allem gelungener Turniertag, dem zwar die Krönung fehlte, aber zeigte, was in dieser Mannschaft steckt!