U11 – Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber dieser Sommer macht uns allen Spaß!!!

Nach einem Trainerwechsel kurz vor Ende der letzten Saison wechselten zwei Spieler den Verein und verließen unsere Mannschaft. Einer davon ist Philipp Gebhard (Jahrgang 2010), der sich der E-Jugend des 1. FSV Mainz 05 anschloss. Wir alle drücken ihm die Daumen. Ein Beispiel dafür, dass sich Hassia Bingen für die Jugend auch „Ausbildungsverein“ nennt.

Kürzlich wechselte Jana Wiese (Jahrgang 2010) zu unserem Verein. Sie spielt mit Zweitspielrecht zeitgleich auch bei der Mädchenmannschaft des TSV Schott mit. Nach kurzer Zeit bei unserer E2 erkannten die Verantwortlichen schnell, dass sie schon an die Leistungsstärke unserer E1 (ansonsten Jahrgang 2009) heranreicht. Sie ist also nicht (nur) zu unserer E1 gekommen um diese zu verstärken, sondern hauptsächlich, weil sie sich als hoffnungsvolles Talent dort noch besser weiter entwickeln kann. Bei Spielüberschneidungen wird Jana in der Regel bei den „Schottinnen“ mitspielen. Ein weiteres Beispiel für die Losung der Hassia „Ausbildungsverein“ zu sein bzw. sich verstärkt in diese Richtung entwickeln zu wollen.

Beim Saisonwechsel hat der Verein sich für die E1 ein neues Trainerteam geleistet. Allen voran Udo Sommer (siehe Überschrift). Besonders erfreulich ist, dass seine Co-Trainer Paulo Ameixa und Nizar Mejdoub über gute menschliche Qualitäten verfügen, die bei den Spielern gut ankommen (und damit auch bei den Eltern). Ganz wichtig ist auch, dass beide Udo Sommers Philosophie teilen und gemeinsam mit ihm in die gleiche Richtung arbeiten. Alle drei sind keine Newcomer, sondern verfügen schon über umfangreiche Erfahrungen in der Jugendarbeit in verschie-denen Sportvereinen. Alle drei bilden sich regelmäßig weiter und ruhen sich nicht auf vor Jahren erworbenen Trainerscheinen aus. Ganz wichtig für den Verein ist es auch, dass mit Pascal Reichert ein hervorragend qualifizierter Torwarttrainer für die spezielle Arbeit in der Jugend hinzugewonnen werden konnte. Ihm schadet es nicht, dass Pascal mit seinen bald 24 Jahren selbst noch aktiv in einer Verbandsligamannschaft zwischen den Pfosten steht. Außerdem hat sein noch laufendes Studium mit pädagogischen Inhalten zu tun, was seiner Kompetenz im Umgang mit der besonders ausgefallenen Spezies „Torleute“ äußerst zuträglich ist.

Bedingt durch die Urlaubszeit begann der Trainer das Training zunächst mit 4 Spielern (von insgesamt 12). Nach und nach kamen dann Spieler aus dem Urlaub zurück. Erst seit kurzem hat er den gesamten Kader zusammen. Zwar hat er vor Beginn seines Engagements bei der Hassia die Mannschaft beobachtet und bemerkt, dass hier noch viel Arbeit im sogenannten Grundlagenbereich auf ihn wartet. Doch war für die Kiebitze beim Training von Anfang an zu erkennen, dass seine Leidenschaft nicht durch eine etwas geringere Trainingsbeteiligung leidet. Im Gegenteil. Er hat mit seinen Co-Trainern eine individuelle Trainingseinheit nach der anderen kreiert. Den wenigen Zuschauern nötigte das schon bald einen Riesenrespekt ab.

Unseren Eltern wurde in einem Elternabend im Beisein unseres Jugendleiters Georg Eifert nochmal die Rangfolge bei dem Grad der Wichtigkeit im Leben eines Jugendfußballers deutlich gemacht. 1. Familie – 2. Schule – 3. Fußball.

Und deutlich wurde auch, dass die Eltern das Team und ihre Kinder zwar emotional anfeuern dürfen, ja sogar sollen, dass aber jegliche taktische Beeinflussung während des Spiels, aber auch während des Trainings, zu unterbleiben hat.  Manche von uns werden sich hier zum Wohl der Kinder im Hinblick auf diese Forderung des Trainerteams zusammenreißen müssen.

Gleichwohl wurde hier die Wichtigkeit der Rolle der Eltern im Bereich „Gastgebereigenschaft“ bei Heimspielen betont. Eltern können hierbei den Kindern auch als Vorbild in der Frage Teambildung dienen. Ein wenig Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen und fördert die Stimmung im positiven Sinne. Selbstverständlich sollen Eltern nicht nur „Kaffeetanten oder Kaffeeonkels“ sein. Nein!!! Sie sollen die Kids anfeuern und loben. Fürs Tadeln im Bereich Fußball sind aber die Trainer zuständig. Bei Fehltritten ihrer Abkömmlinge im Hinblick auf  Pünktlichkeit, Ordentlichkeit und Fairness darf und sollte natürlich erzieherischer Einfluss genommen werden. Das kann und will ein Fußballverein den Eltern auch nicht komplett abnehmen.

Spiele und ein Event in der Vorbereitungsphase im kurzen Überblick:

05.08.2019 – Testspiel gegen Degenia Bad Kreuznach mit 2 : 3 verloren

09.08.2019 – Testspiel gegen Hackenheim mit 2 : 3 verloren

12.08.2019 – Testspiel gegen Eltville mit 2 : 4 verloren

14.08.2019 – Testspiel in Rüdesheim an der Nahe mit 1 : 15 gewonnen

17.08.2019 – 3. Platz im Turnier in Bretzenheim an der Nahe

18.08.2019 – Stadionfest und Vorstellung aller Mannschaften

Es gibt in der U11 viel zu tun. Packen wir es an. Und nur wenn die Spieler schon alles könnten, bräuchten wir keine Trainer.